EE-Experten GmbH
Sehr gut
4.9
/
5
3067 Bewertungen
Echte Bewertungen für EE-Experten GmbH
4.9 / 5
Sehr gut
Basierend auf 3067 echten Bewertungen
Notenberechnung basierend auf Sternen:
5.00 – 4.50
Sehr gut
4.49 – 3.50
Gut
3.49 – 2.50
Befriedigend
2.49 – 1.50
Ausreichend
1.49 – 1.00
Mangelhaft

Nach jedem Termin erhalten unsere Kunden eine E-Mail mit der Bitte, uns zu bewerten. Diese Bewertungen werden unverändert auf unserer Website dargestellt. Da der Bewertungslink ausschließlich an unsere tatsächlichen Kunden versendet wird und erst nach Abgabe der Bewertung zugänglich ist, ist ein Missbrauch ausgeschlossen.

Das bedeutet: Unsere Bewertungen stammen ausschließlich von echten Kunden – keinen Interessenten, keinen Fake-Bewertungen, keinen Trollen.

Unsere Erfahrung mit öffentlichen Bewertungsportalen hat gezeigt, dass dort nicht immer faire und authentische Bewertungen abgegeben werden. Um eine verlässliche und ehrliche Darstellung zu gewährleisten, haben wir uns entschieden, auf diese Plattformen zu verzichten.

Stattdessen veröffentlichen wir nun echte Kundenbewertungen – wahlweise mit Namen oder anonym, je nach Wunsch des Kunden. Die Echtheit dieser Bewertungen versichern wir rechtsverbindlich, sodass sich unsere Kunden auf transparente und ehrliche Rückmeldungen verlassen können.

Beratung & Förderungen: 0800 - 220 33 30 Gebührenfrei
Sehr gut
4.9/5
🏆 BAFA-zertifizierte Energieberater | 🇩🇪 Förderexperten des Bundes
3067 Bewertungen4.9/5 Sehr gut

Kostenlosen Rückruf anfordern: Rückruf anfordern

🇩🇪 Von der Bundesregierung geprüft und zertifiziert

Kostenlose und unverbindliche Beratung: 0800 - 220 33 30 info@ee-experten.de
In Kooperation mit Wüstenrot Energieberatung Logo
Kostenlose Erstberatung

Gaspreis-Kostenfalle: Was die neue Heizsystem-Freiheit Mieter 2026 wirklich kostet

Energieexperte Jonas Pischner rechnet vor: Grüngasquote und CO₂-Preis treiben Nebenkosten um bis zu 660 Euro pro Jahr – und Mieter können sich nicht wehren.

Lesezeit Icon ca. 9 Min. Lesezeit
Jonas Pischner
Von
Energieeffizienz-Experte (dena)
Jonas Pischner ist leitender Energieberater bei der EE-Experten GmbH und Autor des Fachbuchs „Energieberatung für Zuhause". Mit über 13.000 beratenen Projekten (Stand 2026) zählt er zu den gefragtesten unabhängigen Energieberatern Deutschlands. Seine Fachbeiträge behandeln energetische Sanierungsplanung, Fördermittelstrategie sowie die Bewertung und Umsetzung von Effizienzmaßnahmen im Gebäudebestand. Er ist aktives Mitglied relevanter Beraternetzwerke und operativ in Projekten tätig.

Die Abschaffung der 65-Prozent-Regel für erneuerbare Energien wird als Befreiung gefeiert – doch Energieeffizienz-Experte Jonas Pischner warnt vor einer massiven Kostenfalle. Grüngasquote, steigende CO₂-Preise und wachsende Netzentgelte summieren sich für einen Durchschnittshaushalt auf bis zu 330 Euro Mehrkosten pro Jahr – für Einfamilienhäuser sogar über 660 Euro. Das Problem: Mieter tragen die Last, ohne die Heizungswahl beeinflussen zu können. Eine Analyse mit konkreten Zahlen.

Weiterlesen»

Mieter vor Mehrfamilienhaus hält Nebenkostenabrechnung – steigende Gaskosten durch Grüngasquote und CO₂-Preis
Wer zur Miete wohnt, zahlt die Energiewende – ob er will oder nicht. Die neue Gaspolitik verlagert Kostenrisiken direkt in die Nebenkostenabrechnung.

Freiheit auf dem Papier – Kostenfalle in der Praxis

Mit der Aufhebung der sogenannten 65-Prozent-Regel suggeriert die aktuelle Bundesregierung eine neue Technologieoffenheit beim Heizen. Öl- und Gasheizungen sind wieder uneingeschränkt zulässig, die Beratungspflicht beim Einbau wurde gestrichen. Was für Eigentümer wie ein Befreiungsschlag wirkt, entpuppt sich bei genauer Betrachtung als wirtschaftliches Risiko – vor allem für die rund 35 Millionen Mieterhaushalte in Deutschland.

Jonas Pischner, Experte für Energieeffizienz, analysiert die politische Entscheidung kritisch: „Freiheit ohne transparente Information ist ein hohes wirtschaftliches Risiko. Wer heute eine fossile Heizung einbaut, wählt eine Technologie, deren Betriebskosten durch steigende CO₂-Preise und die neue Grüngasquote schlicht nicht kalkulierbar sind."

Was ist die Grüngasquote?

Ab 2026 müssen Gasversorger ihrem Erdgasnetz schrittweise Biomethan oder andere grüne Gase beimischen. Die verpflichtende Quote startet bei 10 Prozent. Biomethan ist jedoch deutlich teurer als konventionelles Erdgas – die Mehrkosten werden direkt an die Verbraucher weitergegeben. Stadtwerke-Verbände wie VKU und Tüga zweifeln zudem daran, dass grüne Gase in ausreichenden Mengen verfügbar sein werden. Das Ergebnis: Verbraucher zahlen einen Aufpreis für ein Produkt, das möglicherweise gar nicht in ausreichender Menge existiert.

Mehrkosten für Gasheizung ab 2026: Was auf Mieter zukommt

KostenpositionMehrkosten pro Jahr
CO₂-Preis (ab 65 €/Tonne, ab 2026)ca. +30 €
Grüngasquote 10 % Biomethan-Beimischungca. +250 €
Steigende Netzentgelte (Gasnetze-Rückbau)ca. +50 €
Gesamt Mietwohnung 70 m²ca. +330 € / Jahr
Gesamt Einfamilienhaus (~20.000 kWh)ca. +660 € / Jahr

Quelle: Berechnung Jonas Pischner, Energieeffizienz-Experte

Energieberater Jonas Pischner
Jonas Pischner (staatl. zertifizierter Energie-Effizienz-Experte) zur Grüngasquote

Mieter als Hauptleidtragende

Das eigentliche Problem der neuen Gaspolitik liegt in der Machtasymmetrie: Vermieter entscheiden über das Heizsystem – Mieter zahlen die Betriebskosten über die Nebenkostenabrechnung. Investiert ein Vermieter statt in eine Wärmepumpe weiterhin in eine Gasheizung, spart er kurzfristig Geld. Die langfristig steigenden Energiekosten landen jedoch vollständig beim Mieter.

„Wir erleben hier eine Umverteilung von unten nach oben", erklärt Pischner. „Vermieter sparen die Investition, während Mieter die explodierenden Betriebskosten für das grüne Feigenblatt Biomethan zwangsweise mitbezahlen."

Fazit: Scheinfreiheit auf Kosten der Mieter

Die neue Heizsystem-Freiheit klingt nach Entlastung – ist in der Realität jedoch eine Kostenverlagerung. Vermieter profitieren kurzfristig von günstigeren Investitionen, während Mieter die steigenden Betriebskosten durch Grüngasquote, CO₂-Preis und Netzentgelte vollständig tragen. Wer heute in eine Gasheizung investiert, kauft sich ein System, dessen Folgekosten kaum kalkulierbar sind.
Energieexperte Jonas Pischner bringt es auf den Punkt: Die Antwort auf ein kompliziertes Gesetz darf nicht das Verstecken von Kosten sein. Es braucht vereinfachte Förderung, mehr Transparenz – und eine Wärmepolitik, die Mieter nicht als Melkkuh behandelt.

Häufig gestellte Fragen

Gasheizungen und Ölheizungen dürfen wieder ohne Einschränkungen neu eingebaut werden. Die bisherige Pflicht, neu installierte Heizsysteme zu mindestens 65 Prozent mit erneuerbaren Energien zu betreiben, wurde gestrichen. Auch die verpflichtende Energieberatung beim Heizungswechsel entfällt.

Ab 2026 müssen Gasversorger ihrem Netz schrittweise Biomethan beimischen. Da Biomethan deutlich teurer als Erdgas ist, steigen die Gaspreise für alle Verbraucher – unabhängig davon, ob sie eine neue oder alte Heizung betreiben.

Nein. Mieter haben in der Regel keinen Einfluss auf das vom Vermieter gewählte Heizsystem. Sie tragen die laufenden Betriebskosten jedoch vollständig über die Nebenkostenabrechnung.

Für eine 70-m²-Mietwohnung mit einem Jahresverbrauch von 10.000 kWh berechnet Experte Jonas Pischner ab 2026 eine Mehrbelastung von rund 330 Euro jährlich. Für Einfamilienhäuser mit 20.000 kWh verdoppelt sich dieser Betrag auf über 660 Euro.

Pischner plädiert für eine Vereinfachung der Förderprogramme, eine Aufstockung der finanziellen Unterstützung für effiziente Heizsysteme sowie – vor allem – ehrliche, transparente Kommunikation gegenüber Verbrauchern und Mietern. Versteckte Kosten dürften nicht als politische Lösung durchgehen.

Quellen:
Gebäudemodernisierungsgesetz (24.02.2026, EE-Experten GmbH)

Weitere Artikel

Ist grün und links dasselbe?
7 Min. Lesezeit

Ist grün und links dasselbe?

Ökologie und Verteilungspolitik sind zwei verschiedene Fragen. Warum Energieeffizienz Menschen aus allen politischen Lagern überzeugt und wo der eigentliche Streit liegt.