Updates
- 09.04.2026: → Energetische Sanierung und Förderprogramme 2026 in Bremen
- 08.04.2026: → Energetische Sanierung und Förderprogramme 2026 im Saarland
- 07.04.2026: → Energetische Sanierung und Förderprogramme 2026 in Mecklenburg-Vorpommern
- 03.04.2026: → Energetische Sanierung und Förderprogramme 2026 in Rheinland-Pfalz
- 03.04.2026: → Energetische Sanierung und Förderprogramme 2026 in Sachsen-Anhalt
- 02.04.2026: → Energetische Sanierung und Förderprogramme 2026 in Thüringen
- 01.04.2026: → Energetische Sanierung und Förderprogramme 2026 in Schleswig-Holstein
- 31.03.2026: → Energetische Sanierung und Förderprogramme 2026 in Brandenburg
- 30.03.2026: → Energetische Sanierung und Förderprogramme 2026 in Sachsen
- 27.03.2026: → Energetische Sanierung und Förderprogramme 2026 in Niedersachsen
- 25.03.2026: → Energetische Sanierung und Förderprogramme 2026 in Hessen
- 23.03.2026: → Energetische Sanierung und Förderprogramme 2026 in Berlin
- 20.03.2026: → Energetische Sanierung und Förderprogramme 2026 in Hamburg
- 18.03.2026: → Energetische Sanierung und Förderprogramme 2026 in Nordrhein-Westfalen
- 16.03.2026: → Energetische Sanierung und Förderprogramme 2026 in Baden-Württemberg
- 13.03.2026: → Energetische Sanierung und Förderprogramme 2026 in Bayern
Bisher erschienene Artikel aus dieser Serie
Warum eine Förderübersicht pro Bundesland wichtig ist
Die Förderung für energetische Sanierungen in Deutschland ist zweigeteilt: Auf der einen Seite stehen die bundesweiten Programme von KfW und BAFA, die für alle Eigentümer in Deutschland gelten. Auf der anderen Seite existiert in jedem der 16 Bundesländer eine eigene Förderlandschaft – mit eigenen Programmen, eigenen Behörden und teils erheblich unterschiedlichen Förderhöhen. Wer beide Ebenen kennt und klug kombiniert, kann die Sanierungskosten erheblich senken.
Genau an dieser Stelle setzt unsere neue Beitragsserie an. Wir beleuchten jedes Bundesland einzeln: Was gibt es über die bundesweiten Programme hinaus? Welche Programme lassen sich kombinieren? Und worauf sollten Eigentümer in der jeweiligen Region besonders achten? Die Reihenfolge der Bundesländer richtet sich nach Förderhöhe und Attraktivität der Landesprogramme – die interessantesten kommen zuerst.
Die Bundesförderung: KfW und BAFA als gemeinsames Fundament
Bevor es um die Besonderheiten der einzelnen Länder geht, lohnt sich ein Blick auf das bundesweite Fundament. Alle Förderungen sind unter dem Dach der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) zusammengefasst. Die beiden zentralen Anlaufstellen sind:
BAFA – Zuschüsse für Einzelmaßnahmen
Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) fördert einzelne Sanierungsmaßnahmen an Bestandsgebäuden mit direkten Zuschüssen. Dazu gehören die Dämmung der Gebäudehülle (Fassade, Dach, Kellerdecke), der Austausch von Fenstern und Außentüren sowie Anlagentechnik wie Lüftungsanlagen oder Smart-Home-Systeme zur Energiesteuerung. Auch die Optimierung bestehender Heizungsanlagen kann bezuschusst werden. Der Grundfördersatz liegt zwischen 15 und 20 Prozent der förderfähigen Ausgaben. Wer über einen individuellen Sanierungsfahrplan (iSFP) saniert, bekommt zusätzlich 5 Prozent obendrauf – und kann die Kostenbasis von 30.000 Euro auf bis zu 60.000 Euro pro Wohneinheit verdoppeln.
KfW – Heizungsförderung und Komplettsanierung
Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) ist seit 2024 für die Heizungsförderung zuständig (Programm 458). Wer eine alte fossil betriebene Heizung durch ein klimafreundliches System wie eine Wärmepumpe oder Pelletheizung ersetzt, erhält eine Grundförderung von 30 Prozent. Durch den Klimageschwindigkeitsbonus (20 %) und einen einkommensabhängigen Sozialbonus (30 % für Haushalte unter 40.000 Euro Jahreseinkommen) sind theoretisch bis zu 70 Prozent Zuschuss möglich. Wer das gesamte Haus auf einen anerkannten Effizienzhaus-Standard sanieren möchte, nutzt das KfW-Programm 261: Hier sind zinsgünstige Kredite bis zu 150.000 Euro pro Wohneinheit mit Tilgungszuschüssen von bis zu 45 Prozent möglich – je nach erreichter Effizienzhaus-Stufe.
Für beide Programme gilt: Der Antrag muss vor der Auftragserteilung gestellt werden. Und: Für viele Maßnahmen ist die Einbindung eines zertifizierten Energieeffizienz-Experten (EEE) Pflicht – dessen Beratungskosten können ebenfalls bezuschusst werden.
Überblick der wichtigsten Bundesförderprogramme 2025/2026
| Maßnahme | Förderstelle | Zuschuss / Kredit | Max. förderfähige Kosten |
|---|---|---|---|
| Heizungstausch (KfW 458) | KfW | 30–70 % Zuschuss | 30.000 € p. WE (Basis) |
| Gebäudehülle (Dämmung, Fenster, Türen) | BAFA | 15–20 % Zuschuss + 5 % iSFP-Bonus | 30.000 € (60.000 € mit iSFP) |
| Anlagentechnik (Lüftung, Smart Home) | BAFA | 15–20 % Zuschuss | 30.000 € p. WE |
| Komplettsanierung zum Effizienzhaus (KfW 261) | KfW | Kredit + Tilgungszuschuss bis 45 % | 150.000 € p. WE |
| Energieberatung / iSFP (EBW) | BAFA | 50 % des Honorars | 650 € (EFH/ZFH) |
| Fachplanung & Baubegleitung | BAFA / KfW | 50 % Zuschuss | 5.000 € (EFH/ZFH) |
Quellen: BAFA, KfW (Stand: März 2026). Änderungen vorbehalten.
💡 Was ist der iSFP-Bonus?
Der individuelle Sanierungsfahrplan (iSFP) ist ein durch einen Energieberater erstelltes Stufenkonzept für die schrittweise energetische Modernisierung eines Gebäudes. Wer Maßnahmen auf Basis eines geförderten iSFP umsetzt, erhält beim BAFA 5 % zusätzlichen Zuschuss und eine verdoppelte Kostenbasis. Die Erstellung des iSFP selbst wird durch das BAFA-Programm "Energieberatung für Wohngebäude" (EBW) mit 50 % des Beratungshonorars bezuschusst.
Die Landesförderung: Warum das Bundesland entscheidet
Neben den bundesweiten Programmen bieten alle 16 Bundesländer eigene Förderprogramme an, die über Landesförderbanken, Landesministerien oder spezielle Energieagenturen abgewickelt werden. Diese Länderprogramme sind in der Regel mit den Bundesprogrammen kombinierbar – und genau diese Kombination ist es, die aus einer soliden Förderung eine exzellente Förderung macht.
Die Unterschiede zwischen den Ländern sind dabei erheblich: Während einige Länder großzügige Zuschüsse für Dämmmaßnahmen oder Wärmepumpen gewähren, setzen andere stärker auf zinsgünstige Darlehen oder kommunale Ergänzungsprogramme. Manche Länder fördern gezielt Worst Performing Buildings – also Gebäude mit besonders schlechter Energieeffizienz – mit besonders hohen Sätzen. In anderen Bundesländern wiederum spielen kommunale Programme einzelner Städte und Landkreise eine entscheidende Rolle.
Für Eigentümer bedeutet das: Die Frage „Wie hoch ist die Förderung?" lässt sich nicht pauschal beantworten. Die Antwort hängt immer auch davon ab, wo das Gebäude steht – und welche Länderprogramme sich mit den Bundesmitteln kombinieren lassen.
Unsere Beitragsserie: 16 Bundesländer im Förder-Check
In den kommenden Wochen erscheinen auf EE-Experten.com 16 Artikel, die jeweils ein Bundesland in den Fokus nehmen. Die Reihenfolge richtet sich nach der Attraktivität und Höhe der jeweiligen Landesförderung. In jedem Beitrag erläutern wir:
- Welche Förderprogramme das jeweilige Land für energetische Sanierungen anbietet
- Welche Maßnahmen besonders gefördert werden und wie hoch die Sätze sind
- Wie sich Landes- und Bundesförderung kombinieren lassen
- Welche konkreten Tipps für Eigentümer in diesem Bundesland gelten
- Wo und wie Anträge gestellt werden
Geplante Folgen der Serie (nach Förderhöhe/-attraktivität)
| Bundesland | Schwerpunkt (geplant) | Status |
|---|---|---|
| Bayern | Zusatzdarlehen + kommunale Boni | Veröffentlicht 13.03.2026 |
| Baden-Württemberg | L-Bank-Sanierungsförderung | Veröffentlicht 16.03.2026 |
| NRW | NRW.BANK Wohngebäudeprogramm | Veröffentlicht 18.03.2026 |
| Hamburg | Wärmedämmung + Mieterstrom | Veröffentlicht 20.03.2026 |
| Berlin | IBB Energetische Sanierung | Veröffentlicht 23.03.2026 |
| Hessen | KfW + Hessen-Energie-Boni | Veröffentlicht 25.03.2026 |
| Niedersachsen | NBank-Programme | Veröffentlicht 27.03.2026 |
| Sachsen | SAB-Förderung + EU-Mittel | Veröffentlicht 30.03.2026 |
| Brandenburg | ILB-Sanierungsprogramme | Veröffentlicht 31.03.2026 |
| Schleswig-Holstein | IB.SH-Förderung Gebäude | Veröffentlicht 01.04.2026 |
| Thüringen | ThürAufbauBank-Programme | Veröffentlicht 02.04.2026 |
| Sachsen-Anhalt | IB-Sachsen-Anhalt | Veröffentlicht 03.04.2026 |
| Rheinland-Pfalz | ISB-Sanierungsförderung | Veröffentlicht 07.04.2026 |
| Mecklenburg-Vorpommern | LFI-Förderprogramme | Veröffentlicht 07.04.2026 |
| Saarland | SWT + kommunale Förderung | Veröffentlicht 08.04.2026 |
| Bremen | bremo-Zuschuss Programm | Veröffentlicht 09.04.2026 |
Hinweis: Reihenfolge und Inhalte basieren auf aktuellen Programmen (Stand März 2026) und können sich durch Programmänderungen verschieben.
Wer berät bei der Förderauswahl?
Die Bundesförderung schreibt es vielfach vor, die Praxis bestätigt es: Wer die maximale Förderung ausschöpfen will, kommt um eine unabhängige Energieberatung nicht herum. Ein qualifizierter Energieberater ermittelt zunächst den energetischen Ist-Zustand des Gebäudes, erstellt bei Bedarf einen individuellen Sanierungsfahrplan (iSFP) und benennt die wirtschaftlich sinnvollste Sanierungsstrategie. Dabei prüft er sowohl bundesweite als auch regionale Fördermöglichkeiten und hilft bei der korrekten Antragstellung.
Die EE-Experten GmbH stellt bundesweit qualifizierte Energieberater und Energieeffizienz-Experten (EEE), die in ihrer Region mit den lokalen Förderprogrammen vertraut sind. Über die Postleitzahlsuche auf EE-Experten.com gelangen Eigentümer direkt zu passenden Ansprechpartnern in ihrer Nähe.
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Häufig gestellte Fragen
Ja – KfW und BAFA sind bundesweite Programme, die unabhängig vom Wohnort gelten. Die Fördersätze, Bedingungen und Antragswege sind deutschlandweit einheitlich. Unterschiede entstehen lediglich durch zusätzliche Landesprogramme, die auf die Bundesförderung aufgesattelt werden können.
In den meisten Fällen ja – und genau das wird empfohlen. Viele Länderprogramme sind explizit als Ergänzung zu KfW und BAFA konzipiert. Wichtig ist, die Kombinationsregeln der jeweiligen Programme zu prüfen. Steuerliche Absetzbarkeit nach § 35c EStG ist hingegen nicht mit KfW- oder BAFA-Zuschüssen kombinierbar.
Nicht für jede, aber für die meisten. Für BAFA-Einzelmaßnahmen ist die Einbindung eines Energieeffizienz-Experten (EEE) Pflicht, der eine technische Projektbeschreibung (TPB) erstellt. Für die reine Heizungsförderung (KfW 458) kann unter Umständen die Bestätigung eines Fachbetriebs ausreichen. Für eine umfassende Komplettsanierung zum Effizienzhaus ist die Energieberatung in jedem Fall obligatorisch.
Die erste Folge zum attraktivsten Bundesland erscheint in Kürze auf EE-Experten.com/wissen/aktuelles. Alle weiteren Folgen folgen fortlaufend.
Fazit
Energetische Sanierung lohnt sich – finanziell und ökologisch. Doch wer nur auf KfW und BAFA schaut, lässt bares Geld liegen. Die Landesförderung ist der entscheidende Hebel für viele Eigentümer, der über die konkrete Wirtschaftlichkeit eines Sanierungsvorhabens entscheidet. Unsere neue Beitragsserie „Bundesweite Förderübersicht" macht die gesamte Förderlandschaft transparent – Bundesland für Bundesland.
Tipp: Vor dem Start einer Sanierungsmaßnahme immer zuerst eine Energieberatung durchführen lassen. Nur so lassen sich Bundes- und Landesförderung optimal kombinieren und alle Antragsfristen einhalten. Die Beratungskosten selbst sind zu 50 % förderfähig.
Quellen:
- BAFA – Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG): Übersicht (abgerufen am 13.03.2026)
- BAFA – BEG Einzelmaßnahmen (BEG EM): Förderprogramm im Überblick (abgerufen am 10.03.2026)
- BAFA – BEG EM: Einzelmaßnahmen Gebäudehülle (inkl. iSFP-Bonus) (abgerufen am 12.03.2026)
- BAFA – Energieberatung für Wohngebäude (EBW) / Individueller Sanierungsfahrplan (iSFP) (abgerufen am 09.03.2026)
- KfW – Heizungsförderung für Privatpersonen – Wohngebäude (Programm 458) (abgerufen am 08.03.2026)
- KfW – Aktuelle Informationen zur Heizungsförderung (abgerufen am 08.03.2026)
- KfW – Wohngebäude-Kredit: Sanierung zum Effizienzhaus (Programm 261) (abgerufen am 08.03.2026)
- Energiewechsel.de (BMWE) – BEG Einzelmaßnahmen für private Haushalte (abgerufen am 12.03.2026)
- Förderdatenbank des Bundes – Bundesförderung für effiziente Gebäude – Einzelmaßnahmen (abgerufen am 11.03.2026)
- Energie-Fachberater.de – BAFA-Förderung für die Energieberatung (abgerufen am 11.03.2026)
- EE-Experten GmbH – Heizungsförderung für Privatpersonen (abgerufen am 13.03.2026)
- EE-Experten GmbH – KfW 261: Sanierung zum Effizienzhaus (abgerufen am 09.03.2026)
- Finanztip.de – BEG EM: Förderung für Einzelmaßnahmen (abgerufen am 10.03.2026)


















