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Die Fassade ist die größte zusammenhängende Fläche Ihres Hauses und somit der entscheidende Faktor für Energieverluste. Eine professionelle Fassadendämmung reduziert den Wärmeverlust um bis zu 30 % und schützt gleichzeitig die Bausubstanz vor Witterungseinflüssen. Im Jahr 2026 stehen Eigentümern verschiedene technologische Wege offen, um die strengen Anforderungen des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) zu erfüllen.
Je nach Bauweise des Hauses kommen unterschiedliche Verfahren infrage. Die Wahl der Methode beeinflusst sowohl die Kosten als auch die mögliche Förderhöhe.
Der Klassiker unter den Dämmlösungen. Hierbei werden Dämmplatten (z. B. aus Mineralwolle oder EPS) direkt auf die Außenwand geklebt und gedübelt, bevor sie verputzt werden.
Verfügt Ihr Haus über ein zweischaliges Mauerwerk (häufig in Norddeutschland), können die Hohlräume mit Dämmstoffflocken verfüllt werden.
Eine sehr langlebige und bauphysikalisch hochwertige Lösung, bei der die Dämmung auf einer Unterkonstruktion montiert und durch eine Fassadenbekleidung (Holz, Schiefer, Metall) geschützt wird.
Um die staatliche Förderung von 20 % (inklusive iSFP-Bonus) zu erhalten, muss die Fassadendämmung einen U-Wert von maximal 0,20 W/(m²K) erreichen.
Wichtig für die Planung: Auch die Kosten für das Gerüst, die Entsorgung von Altmaterial sowie notwendige Arbeiten an Fensterbänken und Dachüberständen sind voll förderfähig. Diese sogenannten Umfeldmaßnahmen machen oft einen erheblichen Teil der Gesamtrechnung aus.
| Material | Eigenschaften | Nachhaltigkeit |
|---|---|---|
| EPS (Styropor) | Günstig, leicht zu verarbeiten. | Erdölbasiert, schwer recycelbar. |
| Mineralwolle | Nicht brennbar, guter Schallschutz. | Recycelbar, hoher Energieaufwand bei Herstellung. |
| Holzfaser | Exzellenter Hitzeschutz, diffusionsoffen. | Nachwachsender Rohstoff, sehr ökologisch. |
Die Kosten für eine Fassadendämmung variieren stark nach Methode und Material. Während eine Einblasdämmung bereits ab ca. 25 € pro m² möglich ist, liegen hochwertige WDVS-Lösungen inklusive Gerüst und Putz oft zwischen 120 € und 180 € pro m². Durch die Einsparung von Heizenergie und die staatlichen Zuschüsse amortisieren sich diese Kosten bei aktuellen Energiepreisen meist nach 10 bis 15 Jahren.
Nein. Ein reiner Anstrich löst keine Dämmpflicht aus. Erst wenn Sie mehr als 10 % des Außenputzes erneuern oder abschlagen, greifen die Vorgaben des Gebäudeenergiegesetzes (GEG).
Im Gegenteil: Schimmel entsteht oft an kalten Wänden (Kondenswasser). Eine fachgerecht gedämmte Fassade sorgt für warme Innenwände und minimiert so das Schimmelrisiko erheblich. Wichtig ist jedoch ein angepasstes Lüftungskonzept.


Gerne helfen wir Ihnen unkompliziert weiter. Ich freue mich auf Ihren Anruf. Unsere Erstberatungsgespräche sind unverbindlich und kostenlos.
Ihr Jonas Pischner
Energieeffizienz-Experte, Buchautor & Dackelliebhaber
Wir helfen Ihnen gerne
0800 - 220 33 30 Kostenfreie Servicenummer Montag bis Samstag: 8:00 - 19:00 Uhr info@ee-experten.deDie Kombination von Fassadendämmung und neuen Fenstern ist bauphysikalisch die sicherste Methode, um Schimmelbildung zu vermeiden und die Energieeffizienz zu maximieren. Werden Fenster in einer ungedämmten Fassade getauscht, bleibt die Wand der kälteste Punkt im Raum (Wärmebrücke), was zu Kondenswasser und Schimmel führen kann.
[Image: Technical drawing showing window installation in the insulation layer/WDVS]
Damit die Schnittstelle zwischen Fenster und Fassade perfekt funktioniert, sollten Sie folgende Punkte beachten:
| Punkt | Wichtig für... | Maßnahme |
|---|---|---|
| Fensterposition | Energieeffizienz | Fenster bündig mit der Außenkante des Mauerwerks oder in der Dämmung platzieren. |
| Laibungsdämmung | Schimmelschutz | Dämmmaterial muss bis an den Fensterrahmen herangeführt werden. |
| Fensterbänke | Bautenschutz | Neue, tiefere Fensterbänke einplanen, die über die neue Dämmstärke hinausragen. |