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Wärmebild

Mit Wärmebildern Energieverluste sichtbar machen und Effizienz steigern.

Inhaltsverzeichnis

Ein Wärmebild ist eine visuelle Darstellung von Temperaturverteilungen. Diese Bilder werden mit speziellen Kameras, sogenannten Wärmebildkameras, aufgenommen, die in der Lage sind, infrarote Strahlung zu detektieren und zu messen. Die gemessenen Temperaturen werden dann in verschiedenen Farben dargestellt, wobei jede Farbe eine bestimmte Temperatur repräsentiert. Auf diese Weise kann man auf einem Wärmebild sehr gut erkennen, wo es besonders heiß oder kalt ist.

Verwendung von Wärmebildern

Wärmebilder werden in vielen verschiedenen Bereichen verwendet. Einige der häufigsten Anwendungen sind:

  • Gebäudediagnostik: Mit Hilfe von Wärmebildern kann man Wärmelecks in einem Gebäude identifizieren. Das kann zum Beispiel hilfreich sein, um Energieverluste zu reduzieren oder um Feuchtigkeitsprobleme zu erkennen.
  • Medizin: In der Medizin werden Wärmebilder zur Diagnose von Entzündungen oder Durchblutungsstörungen verwendet.
  • Militär und Polizei: Militär und Polizei nutzen Wärmebilder, um Personen oder Fahrzeuge in der Dunkelheit zu erkennen.
  • Feuerwehr: Die Feuerwehr nutzt Wärmebilder, um Brände in Gebäuden zu lokalisieren oder um Personen in verrauchten Räumen zu finden.

Wie funktioniert eine Wärmebildkamera?

Wärmebildkameras funktionieren nach dem Prinzip der Infrarot-Thermographie. Sie messen die infrarote Strahlung, die von einem Objekt abgegeben wird. Diese Strahlung ist eine Form von Wärmeenergie, die von allen Objekten abgegeben wird, die eine Temperatur über dem absoluten Nullpunkt haben. Die Kamera misst diese Strahlung und wandelt sie in ein elektrisches Signal um, das dann in ein sichtbares Bild umgewandelt wird.

Temperaturmessung

Die Temperaturmessung mit einer Wärmebildkamera erfolgt berührungslos. Das bedeutet, dass die Kamera die Temperatur eines Objekts messen kann, ohne dass sie es berühren muss. Das ist besonders nützlich, wenn man die Temperatur von Objekten messen muss, die heiß, beweglich oder schwer zugänglich sind.

Farbdarstellung

Die Farben auf einem Wärmebild repräsentieren die verschiedenen Temperaturen. In der Regel wird dabei die höchste Temperatur in hellen Farben wie Weiß oder Gelb dargestellt, während die niedrigsten Temperaturen in dunklen Farben wie Schwarz oder Blau dargestellt werden. Es ist jedoch auch möglich, andere Farbskalen zu verwenden.

„Ein Wärmebild ist wie eine Landkarte der Temperatur.“

Wärmebilder in der Gebäudediagnostik

Wärmebilder sind ein wichtiges Werkzeug in der Gebäudediagnostik. Sie können dabei helfen, Energieverluste zu identifizieren und zu reduzieren, was sowohl Kosten spart als auch die Umwelt schont. Zudem können sie dazu beitragen, Feuchtigkeitsprobleme zu erkennen und zu beheben, bevor sie zu ernsthaften Schäden führen.

Wärmelecks identifizieren

Ein Wärmebild kann dabei helfen, Wärmelecks in einem Gebäude zu identifizieren. Das sind Stellen, an denen die Wärme aus dem Gebäude entweicht. Wärmelecks können zum Beispiel durch schlecht isolierte Fenster oder Türen, durch Risse in der Fassade oder durch unzureichende Dämmung im Dachbereich verursacht werden. Auf einem Wärmebild sind diese Stellen als helle oder dunkle Flecken zu erkennen, je nachdem, ob es sich um Wärmequellen oder Kältebrücken handelt.

Feuchtigkeitsprobleme erkennen

Ein weiterer Vorteil von Wärmebildern ist, dass sie dabei helfen können, Feuchtigkeitsprobleme in einem Gebäude zu erkennen. Feuchtigkeit kann zu Schimmelbildung und anderen Schäden führen. Auf einem Wärmebild sind feuchte Stellen als dunkle Flecken zu erkennen, da Wasser eine niedrigere Temperatur hat als trockene Materialien.

Wärmebilder in der Medizin

In der Medizin werden Wärmebilder zur Diagnose von verschiedenen Krankheiten verwendet. Sie können dabei helfen, Entzündungen oder Durchblutungsstörungen zu erkennen, die sonst schwer zu diagnostizieren wären.

Diagnose von Entzündungen

Entzündungen sind oft mit einer erhöhten Temperatur verbunden. Mit Hilfe von Wärmebildern kann man diese Temperaturerhöhung sichtbar machen und so die Entzündung lokalisieren. Das kann zum Beispiel bei der Diagnose von Arthritis oder anderen entzündlichen Erkrankungen hilfreich sein.

Diagnose von Durchblutungsstörungen

Durchblutungsstörungen können dazu führen, dass bestimmte Körperteile nicht ausreichend mit Blut versorgt werden und daher kälter sind als der Rest des Körpers. Mit Hilfe von Wärmebildern kann man diese Kältezonen sichtbar machen und so die Durchblutungsstörung diagnostizieren.

Wärmebilder im Militär und bei der Polizei

Militär und Polizei nutzen Wärmebilder, um Personen oder Fahrzeuge in der Dunkelheit zu erkennen. Da Menschen und Fahrzeuge Wärme abgeben, sind sie auf einem Wärmebild gut sichtbar, auch wenn es dunkel ist.

Wärmebilder bei der Feuerwehr

Die Feuerwehr nutzt Wärmebilder, um Brände in Gebäuden zu lokalisieren oder um Personen in verrauchten Räumen zu finden. Auf einem Wärmebild ist das Feuer als heller Fleck zu sehen, während Personen als dunkle Silhouetten dargestellt werden.

Zusammenfassung

Ein Wärmebild ist eine visuelle Darstellung von Temperaturverteilungen. Es wird mit einer speziellen Kamera aufgenommen, die infrarote Strahlung misst und in ein sichtbares Bild umwandelt. Wärmebilder werden in vielen verschiedenen Bereichen verwendet, darunter die Gebäudediagnostik, die Medizin, das Militär, die Polizei und die Feuerwehr.

Jonas Pischner, Energieberater, EE-Experten GmbH
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