Vorteile der Fassadendämmung
- Energieeinsparung: Eine gut gedämmte Fassade verhindert Wärmeverluste, wodurch Heizkosten gesenkt und der CO₂-Ausstoß reduziert werden.
- Wohnkomfort: Eine Dämmung sorgt für ein angenehmes Raumklima, hält die Wärme im Winter und schützt vor Überhitzung im Sommer.
- Wertsteigerung: Die Immobilie wird energetisch modernisiert, was den Wiederverkaufswert steigern kann.
- Schallschutz: Einige Dämmstoffe bieten zusätzlichen Schutz vor Lärm von außen.
- Gebäudeschutz: Die Dämmung schützt die Bausubstanz vor Temperaturschwankungen und Feuchtigkeit.
Die häufigsten Methoden der Fassadendämmung
- WDVS (Wärmedämmverbundsystem): Dämmplatten werden direkt auf die Außenwand geklebt oder gedübelt und anschließend verputzt. Geeignet für massive Wände.
- Vorgehängte hinterlüftete Fassade (VHF): Eine Dämmung wird an der Wand befestigt und mit einer Verkleidung (z. B. Holz, Metall oder Schiefer) abgedeckt. Bietet zusätzlichen Witterungsschutz.
- Einblasdämmung oder Kerndämmung: Bei zweischaligem Mauerwerk wird der Zwischenraum mit Dämmmaterial gefüllt.
- Innendämmung: Eine Alternative, wenn die Außendämmung nicht möglich ist, z. B. bei denkmalgeschützten Fassaden.
3 Arten von Dämmstoffen
Durch die Forschung und Entwicklung neuer Baustoffe werden auch immer wieder neue Dämmstoffe entdeckt. Derzeit unterscheidet man drei Arten:
1. Mineralische Dämmstoffe
- Mineralwolle (Steinwolle, Glaswolle)
- Perlite
Eigenschaften:
- Nicht brennbar (Brandschutzklasse A1).
- Gute Wärmedämmung (λ = 0,032–0,045 W/mK).
- Feuchtigkeitsresistent und dampfdurchlässig.
2. Kunststoffbasierte Dämmstoffe
- EPS (Styropor)
- PUR-Hartschaum (Polyurethan)
Eigenschaften:
- Günstig und leicht.
- Sehr gute Dämmleistung (λ = 0,022–0,040 W/mK).
- Nicht dampfdurchlässig, aber wasserabweisend.
3. Natürliche Dämmstoffe
- Holzfaser
- Zellulose
- Kork
Eigenschaften:
- Hergestellt aus nachwachsenden Rohstoffen.
- Gute Dämmleistung (λ = 0,037–0,050 W/mK).
- Diffusionsoffen und feuchtigkeitsregulierend.
Hier ist eine Tabelle, die zeigt, welche Dämmstoffdicke notwendig ist, um für eine Fassade einen U-Wert von 0,2 W/m²K zu erreichen.
Die Berechnung basiert auf typischen Wärmeleitfähigkeiten (λ-Wert) der Dämmstoffe.
Die Tabelle berücksichtigt nur die Dämmstoffschicht und geht von einem typischen Altbau ohne bestehende Dämmschicht aus (z. B. ungedämmtes Mauerwerk).
Bei bereits gedämmten Fassaden oder anderen Wandaufbauten kann die erforderliche Dämmstoffdicke variieren.
Wie viel Energie kann man sparen?
Betrachten wir eine Beispielrechnung: Einfamilienhaus, ungedämmte Wandfläche: 150 m²
- Ohne Dämmung:
- U-Wert: 1,6 W/m²K.
- Wärmeverlust pro Jahr: ca. 4.000 kWh.
- Mit 10 cm Dämmung (U-Wert: 0,28 W/m²K):
- Wärmeverlust pro Jahr: ca. 700 kWh.
- Einsparung: ca. 3.300 kWh (ca. 80 %).
Also:
- Eine ungedämmte Fassade verursacht bis zu 30 % der Wärmeverluste eines Gebäudes. Mit einer 10 cm Dämmung können diese Verluste um 50–60 % reduziert werden.
- Eine gut gedämmte Fassade reduziert die Gefahr von Kondensation und Schimmel
- Einige Dämmstoffe wie Mineralwolle oder Holzfaser bieten zusätzlichen Schutz vor Lärm von außen















